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Der Schrank-Butler im Vertrieb der AXODIS OHG

Der Schrank-Butler ist ein ausgeklügeltes Schranksystem, das das Leben speziell von Rollstuhlfahrern und kleinwüchsigen Menschen aber auch bewegungseingeschränkten Senioren erleichtern soll. Das Schrank-Butler-System hat sich besonders als Kleiderschrank bewährt. Die AXODIS OHG ist der exklusive Vertriebspartner in Europa für dieses System. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen die Historie des Schrank-Butlers ein wenig näher bringen und dabei die häufigsten Fragen beantworten.

 

Wer hat den Schrank-Butler erfunden?

Der Schrank-Butler wurde ursprünglich von Johann Spörrer aus dem beschaulichen Ort Pullenreuth in der Oberpfalz erfunden. Der engagierte Hobby-Erfinder hatte die Idee, einen Schrank in zwei Teile aufzuteilen, wobei der obere Teil beweglich sein sollte und vor dem Schrank herab gelassen werden konnte. Diese Möbel ließ er von der Schreinerei Manfred Philipp bauen. Bereits 2008 erhielt der Schrank-Butler seine erste Auszeichnung bei einem Erfinderwettbewerb. Weitere Auszeichnungen sollten folgen wie zum Beispiel der Bundespreis der IHM 2011 in München. Erster und prominenter Besitzer eines Schrank-Butler wurde die bekannte Olympia- und Weltcupsiegerin im Monoskibobfahren Anna Schaffelhuber.

 

Problemlöser Schrank-Butler

Ohne Problem, keine Lösung und der Schrank-Butler ist eine Lösung, die es in sich hat. Wer im Rollstuhl sitzt oder Kleinwüchsig ist, kennt die Schwierigkeiten, die oberen Bereiche des Kleiderschrankes zu erreichen. Alles oberhalb des Sichtfeldes ist schwer oder gar nicht zugänglich. Das bedeutet, dass der Betroffene immer auf fremde Hilfe angewiesen ist, um aus diesem für ihn unerreichbaren Stauraum. Genau dieses Problem löst der Schrank-Butler. Hierbei besteht ein Schrank im Prinzip aus drei Elementen. Dem Korpus, der die gesamte Mechanik, Türen und die Inneneinteilung trägt, dem Unterkasten, der am Sockel des Schrankes verankert ist und schmaler als die Schrankbreite gebaut wird sowie dem beweglichen Oberkasten, der aus dem Schrank herausgezogen und abgesenkt werden kann. Hierbei verhält sich der Oberkasten des Schrank-Butler wie eine überdimensionierte Schublade. Auf besonders stabilen Auszügen, die auch für Schubladen Verwendung finden, wird der stabile Oberkasten herausgezogen. In der Deluxe-Variante kann dies auch mittels eines Elektromotors geschehen. Ist er vollständig aus seiner Parkposition heraus, kann er mittels eines elektrischen Spindeltriebes herabgelassen werden. Der Oberkasten des Schrank-Butlers senkt sich so bis in Bodennähe ab und der Benutzer hat einen eigenständigen Zugriff auf die oberen Fächer.

 

Die Entwicklung des Schrank-Butler

Der ursprüngliche Schrank-Butler benutzte noch Rolladengurte zum absenken und hochziehen des Oberkastens. Die Art der Führung machte es aber nötig, mehr Präzision und Synchronität in die Hubbewegung zu bringen. Die Schreinerei Manfred Philipp aus dem bayerischen Neusorg setzte in der weiteren Entwicklung auf einen Spindelantrieb für den Schrank-Butler. Hierbei drehen Elektromotoren eine Gewindespindel, auf der ein Mitnehmer läuft, der den Oberkasten anhebt oder absenkt. Im Gegensatz zu den Rolladenbändern ist diese Methode deutlich verschleißfreier. Ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt war die Elektrifizierung des Auszuges. Häufig stellte es sich heraus, dass die Einschränkungen der Verwender so stark waren, dass sie nicht in der Lage waren, den Oberkasten des Schrank-Butler manuell aus dem Schrank zu ziehen. Auch bei Krankheitsbildern, die eine physische Verschlechterung aufzeigen, ist es sinnvoller vom Schlimmsten auszugehen und den Schrank-Butler dahingehend anzupassen, 2015 wurde daher die Möglichkeit entwickelt, den Oberkasten des Schrank-Butler mittels eines Elektromotors herauszufahren und danach abzusenken. Umgekehrt verhält es sich ebenso, der Oberkasten fährt in seine vertikale Endposition und wird dann in seine Parkposition in den Schrank hineingezogen.

Ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt war der Auffahrschutz. Dieser ist unter dem Oberkasten angebracht und sorgt dafür, dass der Oberkasten bei der Abwärtsfahrt anhält, sobald er auf ein Hindernis stößt. In dem Fall stoppt die Abwärtsfahrt und der Oberkasten des Schrank-Butlers fährt einige Zentimeter hoch, um das Hindernis umgehend freizugeben. Somit ist gewährleistet, dass der Anwender nicht eingeklemmt wird. Zudem wird so zum Beispiel verhindert, dass eine versehentlich offen stehende Schublade in einem Kleiderschrank, (durch die Abwährtsfahr des Oberkastens beschädigt wird) die Mechanik des Schrank-Butler nicht beschädigt.

Wurde der erste Schrank-Butler noch als Einzelschrank hergestellt, sind es heute Doppelschränke, die zum Einsatz kommen. Gerade für Rollstuhlfahrer hat sich dieses Prinzip bewährt, da in einem Doppelschrank Schiebetüren verbaut werden können, was in einem Einzelschrank nicht möglich ist. Hier kämen sogenannte Drehtüren zum Einsatz, um die der Rollstuhlfahrer herumfahren muss, was weder bequem noch praktisch ist.

Der nächste Entwicklungsschritt wird es ein, den Schrank-Butler mit einer Funkfernbedienung auszustatten. Das setzt voraus, dass eine Lösung gefunden wird, ein Ausfahren des Oberkastens bei geschlossenen Türen zu verhindern. An dieser Entwicklung arbeitet die Schreinerei Manfred Philipp, Neusorg mit Hochdruck. (Stand 07/2017)


Die wichtigsten Einsatzbereiche des Schrank-Butler

Das System hat sich besonders als Kleiderschrank bewährt. Hier geht es darum, möglichst viel (Wäsche) auf kleinstem Raum unterzubringen. Ein Schrank-Butler Kleiderschrank ist dazu eine hervorragende Lösung. Oben lagert Wäsche, die man immer mal wieder braucht, unten alles, was man permanent im Zugriff haben möchte. Da die Einteilung – Dank des Schreinerbetriebes – sehr flexibel erfolgen kann, sind natürlich alle Möglichkeiten der Schrankeinrichtung denkbar.

Ein weiteres Anwendungsgebiet für den Schrank-Butler ist die Küche. Absenkbare Hängeschränke sind bekannt, haben aber den Nachteil, dass sie eben nur bis auf die Arbeitsplatte abgesenkt werden können. Damit „gewinnt“ der Rollstuhlfahrer lediglich den Zugriff auf die unterste Ebene des Hängeschrankes. Beim Schrank-Butler ist der gesamte Stauraum des Oberkastens für einen Rollstuhlfahrer erreichbar.

Der Vielseitigkeit des Schrank-Butler sind kaum Grenzen gesetzt. Zum Beispiel lässt sich auch bei hohen Räumen (>3m) mit diesem Schranksystem Stauraum in Bereichen schaffen, die auch für nicht behinderte Menschen nur mit einer Leiter zugänglich wären. Dank der durchaus hohen Zuladung von 80 Kg im Oberkasten, lässt sich mit dem Schrank-Butler problemlos auch ein Bücherregal von 3, 4 oder mehr Metern Höhe realisieren.

Dieselbe Technologie wie beim Schrank-Butler kommt beim barrierefreien Kochsystem zum Einsatz. Hierbei geht es weniger darum, eine unerreichbare Kochfläche erreichbar zu machen. Vielmehr steht hier die vollständige Nutzbarkeit eines Herdes im Vordergrund. Die herausfahrbare Kochfläche ermöglicht es, das Induktionsfeld von drei Seiten mit dem Rollstuhl anzufahren. Durch die Absenkung hat auch der Rollstuhlfahrer die Möglichkeit, in den Topf zu schauen und den Kochprozess effektiv zu überwachen. Auch hier sorgt ein Auffahrschutz – wie beim Schrank-Butler – für optimale Sicherheit.

Schlussendlich bietet der Schrank-Butler seine Dienste auch im Büro an. Anstatt ständig den Büronachbarn um Hilfe zu bitten, sorgt das Schrank-Butler System hier für mehr Selbstständigkeit von Rollstuhlfahrern und kleinwüchsigen Menschen.

 

Was kostet der Schrank-Butler?

Eine der häufigsten Fragen ist die nach dem Preis. Leider kann man hier keine pauschale Antwort geben, da jeder Anwendungsfall, jede Aufgabenstellung unterschiedlich ist. Am besten kontaktieren Sie uns direkt und teilen uns Ihre Wünsche für Ihren Schrank-Butler mit. Wir erstellen Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot.

 

Was sind Alternativen zum Schrank-Butler?

Natürlich ist kein System perfekt und auch der Schrank-Butler hat Schwächen, die andere Konzepte besser lösen. Die wichtigsten Mitbegleiter am Markt sind

Bitte klicken Sie auf den jeweiligen Produktlink, um mehr zum Thema zu erfahren.

 

Wer stellt den Schrank-Butler her?

Der Schrank-Butler wird in der Schreinerei Manfred Philipp im bayerischen Neusorg hergestellt. Der Inhaber Manfred Philipp hat das Patent von Johann Spörrer gekauft und entwickelt in seiner Schreinerwerkstatt zusammen mit seinem Sohn Roman das Produkt Schrank-Butler mit Akribie weiter. Darüber hinaus beschäftigt sich die Schreinerei Manfred Philipp mit dem Bau von Holzfenstern und -treppen.

 

Wo kann man den Schrank-Butler beziehen?

Das Schrank-Butler System wird europaweit exklusiv von der AXODIS OHG mit Sitz in Haan vertrieben.

© Axodis OHG, Werner Radisch, 07/2017